| Entwicklung einer Wissenssendung für Kinder
Kinder haben ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Antworten. Um sich in der Welt, in der sie leben, orientieren zu können, muss diese für sie verständlich und erklärbar sein. Täglich werden Fragen aufgeworfen nach den Hintergründen der Geschehnisse in dieser Welt. Als wichtigstes Leitmedium der Heranwachsenden, dank seiner technischen Möglichkeiten und einem unbestreitbaren Unterhaltungswert, ist gerade das Kinderfernsehen gefordert, altersgerechte und einfache Antworten auf die essentiellen Fragen der jungen Zuschauer anzubieten.
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Das Ziel einer Wissenssendung für Kinder ist es, bei den jungen Zuschauern einen Lernerfolg zu erreichen und sie dabei zu unterstützen, die Welt in der sie leben, zu verstehen. Diametral zur Pädagogik in der Schule besteht bei der Konzeption und Produktion einer Kindersendung aber nicht die Möglichkeit, den Lernzuwachs direkt zu überprüfen oder bei falsch aufgenommenen Inhalten aufklärend einzugreifen. Der Fernsehmacher kann a priori lediglich theoretisch annehmen, wie der Zuschauer mit den angebotenen Informationen umgehen wird, und sein Format entsprechend gestalten, um die größtmögliche Wahrscheinlichkeit eines Lernerfolges zu erreichen. Zusätzlich kann niemals davon ausgegangen werden, dass eine Sendung nur von der gewünschten und in die Konzeption einbezogenen Zielgruppe verfolgt wird. Deshalb ist es wichtig, eine große Bandbreite an unterschiedlichen Zugängen und Möglichkeiten des Einstiegs in das Format zu bieten, um den individuellen Rezeptionsleistungen der Zuschauer gerecht zu werden.
Der theoretische Teil der Arbeit setzt sich mit der Geschichte und der Entwicklung des Kinderfernsehens in Deutschland auseinander. Darüber hinaus werden die Wirkung des Fernsehens auf die Entwicklung junger Menschen und ein adäquater Umgang mit dem Medium thematisiert und es wird erörtert, ob und mittels welcher Sendungen junge Zuschauer aus den für sie konzipierten Formaten sinnvolle Erkenntnisse und nützliches Wissen eruieren können.
Im Rahmen der Arbeit wurde eine 14minütige Pilotfolge des Kinderformats »ZOOlogisch!« konzipiert und produziert. Die Sendung ist im Gegensatz zu den meisten etablierten Tierformaten inhaltlich nicht um eine Tierart oder einen Lebensraum herum, sondern konsequent thematisch aufgebaut. Die jungen Zuschauer sollen die Chance bekommen, sich ausschließlich auf die behandelte Thematik konzentrieren zu können und nicht mit einer Mixtur von Informationen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Zoologie konfrontiert werden. Dieser inhaltliche Aufbau bietet auch die Chance, immer wieder Parallelen zum Alltag der Kinder aufzuzeigen, um den Informationen damit einen tieferen Sinn und eine gewisse »Berechtigung« zu geben. Die Pilotsendung von »ZOOlogisch!« befasst sich mit dem Thema Tarnung und zeigt vier Beispiele aus der Natur, die den Zuschauern einen Überblick über die unterschiedlichen Taktiken, Funktionsweisen und Strategien der Tierarten vermitteln.
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Agentur
Screenworxx
Job
Konzept, Design,
Animation
Co-Autor
Roman Sricker
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Puppenbau und Spiel
Martin Reinl
Musik
Daniel Migge
Darsteller
Mareike Wilms
Martin Reinl |